Akkordeon Orchester Winterthur zu Gast in Altikon

Das Akkordeon Orchester Winterthur (AOWI) lud am vergangenen Sonntag zum Konzert in die Kirche Altikon ein. Zu Gast war das Chinderchörli Wylandsterne aus Dinhard.

 rw/ Wie jedes Jahr um diese Zeit, lud das Akkordeon Orchester Winterthur am Sonntag, 31. Oktober 2010 zu einem Kirchenkonzert ein. Dieses Jahr war das 20 köpfige Orchester zu Gast in Altikon. Das 1927 gegründete Orchester steht unter der  Leitung von Theresia Stuker. Als Gastverein eingeladen war das Chinderchörli Wylandsterne aus Dinhard unter der Leitung von Irene Wegmann und Claudia Mora-Bucher.

Die sehr zahlreich erschienenen Zuschauer füllten die Altiker Kirche bis auf den letzten Platz. Das Stück „A Klezmer Karnival“ eignete sich grossartig für eine fulminante Eröffnung des Konzertnachmittages. Nachdem Marlen Abderhalden, die Präsidentin des Orchesters alle begrüsst hatte, erläuterte Sie die Bedeutung „Klezmer“, damit das Publikum auch die Musik nachvollziehen konnte. Klezmer wurde im Mittelalter auf Hochzeiten und anderen Festen von umherziehenden jüdischen Troubadouren gespielt, damals vor allem mit Violinen und Klarinetten. Und heute von einem Akkordeon Orchester! Mit einem riesigen musikalischen Sprung ging es nachher weiter. Mit dem Medley „Elvis forever“. Die 20 Spieler liessen mit „It’s now or never“ und „Don’t be cruel“ wahrhaft Elvis Presley aufleben in der Altiker Kirche. Dass man Beethoven und Rock miteinander verbinden kann, dass bestätigte sich anschliessend mit „Rock for Beethoven“.
Sanft begann das Stück mit dem langsamen Satz der Pathetique was rasch wechselte und zu rockigem Sound mit elektrischer Gitarre überging. Dass dies dem Publikum gefiel, war am begeisterten Applaus zu spüren.

Das 15 köpfige Kinderjodelchörli aus Dinhard, versüsste den Nachmittag mit wunderschönen, zum Teil traditionellen Jodelliedern, darunter waren „Uf de Alpe obe“ oder „Us de Berge“ von Hans Aregger. Musikalisch begleitet wurden Sie von einem Akkordeonist. Der aus dem Jodelchor Dinhard entstandene Chinderchor erntete einen tollen Applaus für ihren grossartigen Auftritt, so dass sie die Zugabe „Mys Chinderchörli“ von Marianne Zweigart auch noch aufführen durften.

Enno Morricone, dieser Name ist wohl vielen im Gedächnis. Diesmal hiess das Stück „Gabriels Oboe“, aus dem 80er Jahre Film „The Mission“.  
Das Solo wurde gespielt von Beat Keller, er zauberte die Töne so brilliant aus dem Akkordeon hervor, dass es beinahe Gänsehaut gab.
Das abwechslungsreiche musikalische Programm führte anschliessend „Auf einen persischen Markt“, wo es galt, das Leben auf einem solchen Markt herauszuhören.
Die Präsidentin Marlen Abderhalden bedankte sich nachher bei allen Beteiligten und lud nach dem Konzert zu Kaffee und Kuchen in den Gemeindesaal ein. Dies nutzte das Publikum natürlich nachher gerne. Nach dem Beguin „Lindos recuerdos“ wollte das Publikum noch mehr hören. Lang anhaltender begeisterter Applaus war der Lohn für das Orchester, welches zum Abschluss mit dem Radetzky Marsch von Johann Strauss das Tüpfelchen aufs i setzte. Ein gelungener Anlass mit gepflegtem Akkordeonspiel und einer Dirigentin die das Orchester hervorragend im Griff hatte.